Slow Fashion für Sie

Mode mit Haltung!

Fast Fashion - Slow Fashion

Die Schattenseiten der Mode

Wie kann es sein, dass ein T-Shirt heute weniger kostet als ein großer Kaffee, ein Kleid so viel wie ein Eisbecher, eine Hose so viel wie ein Kinoticket? Und was erzählt der Preis über das Leben der Menschen, die diese Kleidung herstellen?

Mit meiner Tochter und Schwiegertochter war ich in Köln zu einem Museumsbesuch verabredet. Da wir drei Frauen an Mode interessiert sind, entschieden wir uns für die Ausstellung:
Fast Fashion – Die Schattenseiten der Mode.

Irgendwie haben wir es geahnt, aber beim Rundgang wurde uns drastisch vor Augen geführt, dass unsere „normale Art“, Kleidung zu kaufen, schlimme Konsequenzen hat. Wie kann es sein, dass ein T-Shirt heute weniger kostet als eine große Tasse Kaffee, ein Kleid so viel wie ein Eisbecher, eine Hose so viel wie ein Kinoticket? Und was erzählt der Preis über das Leben der Menschen, die diese Kleidung herstellen?

Dank dieser Ausstellung durften wir einen kritischen Blick hinter die Kulissen der globalen Textilindustrie werfen und viel erfahren über den Mode-Konsum und seine sozialen und ökologischen Folgen. Wir wissen nun, dass:

  • eine Milliarde Kleidungsstücke allein in Deutschland ungetragen im Schrank liegen, wie eine Greenpeace-Umfrage ergeben hat. Deutsche Verbraucher kaufen im Schnitt 60 Kleidungsstücke pro Jahr – tragen diese allerdings nur noch halb so lang wie vor 15 Jahren.
  • die Produktion von einem Kilo Baumwolle 11.000 Liter Wasser braucht. Für die Herstellung einer einzigen Jeans werden rund 8.000 Liter Wasser benötigt – und das vor allem in wasserarmen Anbaugebieten.
  • eine Jeans heute rund 40.000 Kilometer zurücklegt, vom Entwurf bis zur Altkleiderentsorgung.
  • bei der Preiskalkulation eines Kleidungsstücks maximal zwei Prozent auf den Lohn für die Textilarbeiter entfallen. An einem Fast-Fashion-T-Shirt zum Preis von 4,99 € liegt der Lohnanteil bei 0,13 € – der Gewinnanteil bei 2,10 €. Die Materialkosten liegen bei 40 Cent, so Branchenschätzungen.

Die Informationen über die chemische Belastung und die Umweltschäden in den Herstellungsländern brachten uns noch mehr ins Grübeln.
Doch es gibt auch Hoffnung. Eine Gegenbewegung zur Fast Fashion kommt in Schwung, die Slow Fashion. Dass diese Mode genau so attraktiv und schön sein kann, zeigte auch die Ausstellung.
Slow Fashion ist ein Bewusstsein, eine Haltung, die sich alle Protagonisten der Mode zu eigen machen können: Die Designer, die bei ihren Entwürfen die Umsetzung mit innovativen, nachhaltigen Fasern mitdenken. Die Produzenten, die lokale Manufakturen mit der Realisierung beauftragen und dabei die Arbeitsbedingungen vor Ort im Auge behalten. Und nicht zuletzt die Käufer, die sich um weniger Konsum und nachhaltige Alternativen bemühen.

In größeren Städten gibt es bereits kleinere Geschäfte, die sich auf fair gehandelte Kleidung spezialisiert haben. Seit einiger Zeit gibt es bei uns ebenfalls eine Auswahl von Kleidungstücken, die fair produziert und gehandelt sind. Slow Fashion also auch in Gruiten im Weltladen, Mode mit Haltung eben.

Herzlichst, Ihre

Anne Schmitz

Mit meiner Tochter und Schwiegertochter war ich in Köln zu einem Museumsbesuch verabredet. Da wir drei Frauen an Mode interessiert sind, entschieden wir uns für die Ausstellung:
Fast Fashion – Die Schattenseiten der Mode.

Irgendwie haben wir es geahnt, aber beim Rundgang wurde uns drastisch vor Augen geführt, dass unsere „normale Art“, Kleidung zu kaufen, schlimme Konsequenzen hat. Wie kann es sein, dass ein T-Shirt heute weniger kostet als eine große Tasse Kaffee, ein Kleid so viel wie ein Eisbecher, eine Hose so viel wie ein Kinoticket? Und was erzählt der Preis über das Leben der Menschen, die diese Kleidung herstellen?

Dank dieser Ausstellung durften wir einen kritischen Blick hinter die Kulissen der globalen Textilindustrie werfen und viel erfahren über den Mode-Konsum und seine sozialen und ökologischen Folgen. Wir wissen nun, dass:

  • eine Milliarde Kleidungsstücke allein in Deutschland ungetragen im Schrank liegen, wie eine Greenpeace-Umfrage ergeben hat. Deutsche Verbraucher kaufen im Schnitt 60 Kleidungsstücke pro Jahr – tragen diese allerdings nur noch halb so lang wie vor 15 Jahren.
  • die Produktion von einem Kilo Baumwolle 11.000 Liter Wasser braucht. Für die Herstellung einer einzigen Jeans werden rund 8.000 Liter Wasser benötigt – und das vor allem in wasserarmen Anbaugebieten.
  • eine Jeans heute rund 40.000 Kilometer zurücklegt, vom Entwurf bis zur Altkleiderentsorgung.
  • bei der Preiskalkulation eines Kleidungsstücks maximal zwei Prozent auf den Lohn für die Textilarbeiter entfallen. An einem Fast-Fashion-T-Shirt zum Preis von 4,99 € liegt der Lohnanteil bei 0,13 € – der Gewinnanteil bei 2,10 €. Die Materialkosten liegen bei 40 Cent, so Branchenschätzungen.

Die Informationen über die chemische Belastung und die Umweltschäden in den Herstellungsländern brachten uns noch mehr ins Grübeln.
Doch es gibt auch Hoffnung. Eine Gegenbewegung zur Fast Fashion kommt in Schwung, die Slow Fashion. Dass diese Mode genau so attraktiv und schön sein kann, zeigte auch die Ausstellung.
Slow Fashion ist ein Bewusstsein, eine Haltung, die sich alle Protagonisten der Mode zu eigen machen können: Die Designer, die bei ihren Entwürfen die Umsetzung mit innovativen, nachhaltigen Fasern mitdenken. Die Produzenten, die lokale Manufakturen mit der Realisierung beauftragen und dabei die Arbeitsbedingungen vor Ort im Auge behalten. Und nicht zuletzt die Käufer, die sich um weniger Konsum und nachhaltige Alternativen bemühen.

In größeren Städten gibt es bereits kleinere Geschäfte, die sich auf fair gehandelte Kleidung spezialisiert haben. Seit einiger Zeit gibt es bei uns ebenfalls eine Auswahl von Kleidungstücken, die fair produziert und gehandelt sind. Slow Fashion also auch in Gruiten im Weltladen, Mode mit Haltung eben.

Herzlichst, Ihre

Anne Schmitz

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